Schlag auf Schlag
23. April 2012Wie immer: erst passiert gar nichts und dann… Björn will ja eigentlich Überführungen machen, doch bisher hat sich so gar nichts ergeben. Am Montag kam dann der Anruf: “Kannst Du eine Überführung am Dienstag nach Guadeloupe machen?” 2 Stunden später: Wir brauchen am Mittwoch jemanden in Miami für eine größere Überführung nach Cancun, Kuba und zurück nach St. Martin. Geil! Aber da Björn ja nicht untätig rumgesessen hatte, war er auf einem anderen Boot zu Reparaturen verpflichtet. Alles ein bisschen kurzfristig, zumal er in der kurzen Zeit auch kein Crewmember auftreiben konnte. Schweren Herzens musste er ablehnen.
Anscheinend hatte die deutsche Chartergesellschaft niemand anderes gefunden und so fragten sie Björn am Mittwoch, ob er nun am Donnerstag nach Guadeloupe fahren könne. Wieder musste erst kurzfristig ein Mitsegler gefunden werden. Colin, der mit ihm arbeitet, wollte Erfahrungen auf einem Monohull sammeln. Und so zogen die beiden denn los, segelten einen 50 Fuss Monohull nach Guadeloupe und brachten einen 36 Fuss Katamaran nach St. Martin zurück.
Ich hütete derweil das Boot und ging meiner üblichen Beschäftigung dem Tauchen nach. Einen Abend war ich auf der Dutch Concret zum indonesischen Essen eingeladen. Das arme Kind, so allein auf dem Boot, muss ja was zu Essen haben. Es ist schon toll, wie sehr sich die Segler umeinander kümmern. Es war soviel, dass ich ein “Doggybag” mitbekam und noch für den nächsten Tag genug zu Essen hatte.
Heute waren sie wieder da und hatten 2 Boote zu aller Zufriedenheit überführt. Mein Skipper war happy und etwas Geld hat er auch verdient.
So schnell kann es gehen. Ist halt doch ein sehr kurzfristiges Geschäft. (A)